Estland – Ein Paradies für Wanderer

Wandern in freier Natur hat positive Effekte für Gesundheit und psychisches Wohlergehen. Wenn die Natur unbelastet und einen Genuss für die Augen bietet, dann macht eine Wanderung doppelt Spaß. Ein atemberaubendes Fleckchen der Erde, was durch seine unberührte Natur zum Wanderurlaub einlädt, ist der an der Ostseeküste in Nordeuropa gelegene baltische Staat Estland. Die Esten sind für ihre Naturverbundenheit bekannt. Das ist angesichts der dort befindlichen Naturschutzgebiete nicht verwunderlich.

Erkunden unbekannter Naturschönheiten

Nahezu unendlich wirkende Seen- und Moorlandschaften sind charakteristisch für die Region. Wer die abgeschiedene Ruhe sucht, findet sie beim Wandern durch beinahe menschenleere Landstriche. Einige der sehenswertesten Naturschönheiten für ihren Estland Urlaub haben ihnen die Experten von flug-urlaub-reisen.com zusammengestellt.

Lahemaa-Nationalpark: Wanderer in der Naturlandschaft des Lahemaa Nationalpark in Est

Er gilt als einer der letzten unberührten Flecke an der Ostsee. Die landschaftliche Idylle bietet dem Wanderer ein eindrucksvolles Bild aus Seenlandschaften, wuchernden Gräsern und Kiefern-, Fichten- sowie Birkenwäldern. Der im Norden Estlands gelegene Nationalpark umfasst eine Fläche von über 700 Quadratkilometer. Über die gesamte Fläche verteilt sind mächtige mit Moos bewachsene Steinblöcke (eiszeitliche Findlinge) zum bestaunen. Auch im Hinblick auf die Fauna wird dem Besucher allerlei Abwechslung geboten. Denn hier tummeln sich Wildschweine, Elche und ca. 220 Vogelarten. Im Nationalpark Lahemaa beginnt der in 2012 fertiggestellte 370 km lange Wanderweg, der durch ganz Estland führt und am estnisch-lettischen Grenzpunkt Ikla endet. Überall sind hilfreiche Hinweisschilder aufgestellt, die ein Verlaufen der Touristen fast unmöglich machen.

Endla Moorschutzgebiet:

Hier ist die Heimat von 461 Pflanzen und 182 Vogelarten. Die Landschaft ist hauptsächlich durch Bachläufe und Sumpfgebiete gekennzeichnet. Das südöstlich des Reservats gelegene Touristeninformationszentrum bietet Broschüren in deutscher Sprache an. Die meisten Wanderwege sind auf einen mit Brettern ausgelegten Pfad beschränkt, sodass eine geführte Wanderung nicht zwingend notwendig ist. Von daher kann die Tour auch auf eigene Faust unternommen werden. Bei einer geführten Wanderung jedoch werden zusätzliche Informationen angeboten und können für Wanderer, die mehr über die geomorphologischen als auch naturlandschaftlichen Gegebenheiten erfahren wollen, sehr interessant sein.

Sooma Nationalpark:

Der Park ist 370 km groß und besteht zum größten Teil aus Sumpflandschaft. Aufgrund wochenlanger meterhoher Überschwemmungen nach der Schneeschmelze gilt dieses Areal als die feuchteste Region Estlands. Bären, Wölfe, Elche und mehr als 150 verschiedene Vogelarten sind hier beheimatet. Über holprige geschotterte Wege kann das Reservat erreicht werden. Am Rand des Reservats befinden sich sogar Campingplätze, damit Wanderer einen mehrtägigen Aufenthalt einplanen können. Doch nicht nur die Landschaft bietet dem Besucher Freude für die Augen. Besonders in der Hauptstadt Tallinn stößt der Urlauber auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten. In der Altstadt befindet sich z. B. die große Gildehalle, die zu Hansezeiten für Reeder und Kaufleute erbaut wurde und heute als Museum für estnische Geschichte dient. Der Wachturm Kiek in de Kök wurde ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert zur Stadtbefestigung erbaut. In der Altstadt können noch ca. 2 km Stadtmauer aus dem Mittelalter besichtigt werden. Das historische Rathaus von Tallinn wurde erstmals 1320 gebaut und im Laufe der Jahrhunderte ausgebaut. Des Weiteren können unzählige prunkvolle Kirchen oder Kathedralen in der Altstadt besichtigt werden.

Estland ist ein Paradies für Wanderer, da es über zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege verfügt. Des Weiteren werden in vielen Informationszentren Karten angeboten. Die idyllische Landschaft und die vorhandenen Sehenswürdigkeiten lassen den Wanderurlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

 

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