Eine Wanderung auf Pilgerpfaden nach Altenberg

Wanderung nach AltenbergDer zertifizierte Wanderleiter Oliver Meyer von OM Reisen erzählt in unserem neusten Blogbericht von seiner Wanderung auf den Pilgerpfaden von Wermelskirchen nach Altenberg.

Vor der Wanderung auf den Pilgerpfaden

Ich empfange die Kunden in Wermelskirchen am Markt. Wer möchte geht kurz in den Vorraum der nahen evangelischen Stadtkirche mit der ungewöhnlichen Zwiebelhaube, wo es gratis den ersten Pilgerstempel des Tages gibt. Das Aachener Pilgerbüro stellt im Voraus für jeden Jakobspilger, der danach verlangt, ein Heft aus. Danach suchen wir uns den Weg durch den Stadtpark vorbei am Fußballstadion und erreichen nach einer Viertelstunde den Wanderparkplatz Eifgenbachtal. Wir folgen weiterhin der Jakobsmuschel als Wanderzeichen.

Auf der Wanderung – unterwegs nach Altenberg

Innerhalb weniger Minuten tauchen wir in einer völlig anderen Welt ein, lassen die Hektik des Alltages hinter uns und genießen die nächsten 4 – 5 Stunden auf dieser Wanderung fast nur noch Natur. Alle Paar Kilometer ist eine Querstraße zu kreuzen, während unser Eifgentalweg immer autofrei bleibt.

Der Altenberger DomWir passieren diverse Mühlen, die heute fast alles zu Ausflugsgaststätten umfunktioniert wurden. Mal ist der weg breit und auf flachem Terrain. Hinter der Rausmühle wird es auf unserer Wanderung schmaler wie im Gebirge und durchaus auch mal steiler. Wir suchen uns nach der ehemaligen Markusmühle, die in den 70 er Jahren zuletzt abgebrannt ist einen Platz für unser Picknick.

Später zweigen wir rechts ab, gehen am Fluss entlang zu einem ehemaligen Wehr am Bökershammer und überqueren ihn auf einer renovierten Holzbrücke. Nun wird es auf unserer Wanderung richtig malerisch und waldreich. Kurz nach der nächsten Fluss Überquerung umlaufen wir ein größeres Privatgrundstück – so möchte man im 21.Jahrhundert wohnen – und erreichen die Hinweistafel für die frühere Eifgenburg.

Altenberger Dom Westfenster

Hier sehen die Gäste im nahen Wald die Reste einer mittelalterlichen Ringwallanlage. Wir erreichen nun bald ein Furt und gehen danach auf felsigem Weg der Mündung des Eifgenbaches in die Dhünn entgegen. Diese Stelle erreichen wir nicht, da der Weg kurz vorher nach rechts abzweigt. Die Mündung lässt sich aber im Wald erahnen.

Wir erreichen schon bald den Altenberger Märchenwald. Am Wochenende hat uns hier der menschliche Trubel wieder. Hier können wir uns preiswerter als im Ort stärken. Wie wäre es mit einer bergischen Waffel mit Milchreis, der mit Zimt gewürzt ist?  Wir befinden uns im ehemaligen Gebiet der Grafen von Berg, nach denen das Bergische Land benannt wurde. Altenberg war die erste Hauptstadt.

Als nächstes Ziel unserer Wanderung erreichen wir über die alte Dhünnbrücke den ehemaligen Klosterbezirk. Unter Napoleon I wurde auch hier säkularisiert. Wer mag, genießt nun noch eine Außenführung zum Altenberger Dom, der ja eigentlich eine ehemalige Klosterkirche ist. Die Gäste erfahren, warum er heute von beiden christlichen Kirchen genutzt wird. Wir gehen anschließend in den schlichten Innenraum. Von Innen wirkt das größte mittelalterliche Kirchenfenster nördlich der Alpen am Nachmittag bei Sonnenschein besonders eindrucksvoll.Im nahen Domladen gibt es zur Belohnung auch noch den 2. Pilgerstempel des Tages, wenn man  die denn gerne sammelt.

Fazit des Tages: es ist eine wunderschöne mehrstündige Wanderung in schönster Natur mit dem kulturellen Höhepunkt des Ortes Altenberg und seinem Dom am Schluss.

Begleiten Sie Oliver Meyer am Karfreitag auf der nächsten Wanderung, dem 29.3.2013 auf diesem Weg oder machen Sie mit Ihrer Gruppe Ihren Wunschtermin mit ihm aus.

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