Skitouren gehen in den Allgäuer Alpen

Skitour Chiemgauer AlpenSchnee satt ist trotz Klimawandel noch normal in den Allgäuer Alpen und so warten Einheimische und Touristen sehnsüchtig auf die ersten weißen Flocken. Sobald die Schneedecke dick genug ist, gibt es kein Halten mehr. Dann heißt es Felle über die Ski gezogen und los geht´s!

Viele verschiedene Ziele locken sowohl Anfänger als auch Könner: der Grünten im Oberallgäu, die Nesselwanger Alpspitze und der Tiroler Stadl bei Pfronten seien hier als Vorzeigebeispiele genannt.

Denn das Skitouren gehen ist Trendsport geworden und die vielen „Querschläger“ stören Natur und Wildtiere. Für mehrere Allgäuer Skigebiete gibt es allerdings Vereinbarungen für bestimmte Uhrzeiten und Pisten, so werden die Tiere nicht übermäßig gestört. Diese Regelungen und die zehn allgemeinen „DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten“ müssen konsequent beachtet werden, dann steht ungetrübtem Genuss nichts im Wege.

In der Tannheimer Gruppe gibt es ein paar recht interessante Berge für Skitouren, z.B. eine echte, wenn auch lange Genusstour auf das Brentenjoch. Vom Parkplatz aus geht es auf dem meist geräumten Fahrweg über einen kleinen Bach. So weit, so eben, doch schon bald geht es steil bergauf, durch ein idyllisches Wäldchen, am Alpstrudelfall vorbei und zur Vilser Alp. Hier kann man prima einen kleinen Einkehrschwung machen und eine leckere Brotzeit genießen. So werden die Skitouren zur wahren Freude.

Schneebild auf einer Skitour

Hinter der Alp geht es noch ca. 250 m weiter und dann biegt man nach rechts ab auf einen schmäleren Weg.  Auf ihm stapft man – inzwischen in einem vertrauten Rhythmus – weiter und biegt dann nach links ab auf einen breiten Bergweg, der zur Bad Kissinger Hütte beschildert ist. Hinter einem Graben, wo sich im Sommer ein Bach entlangschlängelt, verlässt man den Weg und geht links davon über die Daurachalpe. Dann wird´s anstrengend, denn es geht nun steiler bergauf. Die Route zieht sich durch das lange, schöne Hochtal, und gibt einzigartige Blicke frei. Nach einer Weile quert man mehrere breite Rinnen in der steilen Bergflanke und es wird jetzt richtig „zapfig“, wenn die Route nochmal deutlich steiler wird, um dann ins Vilser Jöchle zu münden.

Dort muss man sich rechts halten und vor allem durchhalten! Denn es ist nicht mehr weit, bis man auf dem Südrücken des Brentenjochs ankommt. Allerdings ist man nun schon eine ganze Weile unterwegs und die Tour ist nicht allzu einfach. Sie gehört zu den schwereren Skitouren. Der Blick vom Gipfelkreuz aus entschädigt allerdings für alle Strapazen. Nach einer kurzen Verschnaufpause, heißt es nur noch: „Felle runter und los!“  Die Abfahrt verläuft im Wesentlichen entlang der Aufstiegsroute.

Und sind wir doch mal ehrlich: Runter ist es immer noch am Schönsten! 🙂

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