Lanzarote: Mit dem Mountainbike auf den Spuren der kalten Lava

Eine Woche auf der Vulkaninsel Lanzarote – genug Zeit um neue Dinge zu entdecken und auszuprobieren. Für mich hiess dies unter anderem einmal eine Mountainbike Tour mitzumachen.

Morgens 8:30Uhr ging es gut gelaunt und bei bestem Biker Wetter los. Unser Guide Bernd holte mich direkt vom Hotel ab zu der “Vulkantour“. Ziel ist das Vulkanzentrum der Insel, nahe des Timanfaya Nationalparks. Guide Bernd erzählte er fährt schon seit den 80ern leidenschaftlich Mountainbike – für mich war es die erste Mountainbike-Tour. Als unser Guide Bernd dies erfuhr scherzte er mit Anekdoten über liegengebliebene Tourer, dessen Knochen man immer noch auf der Strecke beobachten kann – worauf hatte ich mich da bloss eingelassen? Was sollte schon passieren dachte ich mir und war umso mehr auf die 40km Tour gespannt.

Nachdem alle Tourer eingesammelt waren, wurden noch die Räder fit gemacht – Pedalen wechseln, Reifendruck checken, Bremsen prüfen und dann ging es auch schon nach Taús. Hier begann unsere Tour bei starkem Wind auf roter Erde. Einige Höhenmeter hatten wir auf dem Weg dorthin schon gut gemacht, dennoch ging es zum warm werden natürlich erstmal Bergauf.

Auf dem ersten Plateau erklärte unser Guide Bernd uns ein paar Grundlagen zum Mountainbiken:

  • Solange nur das Hinterrad mal (weg-)rutscht ist alles in Ordnung
  • Möglichst nur hinten bremsen um die Geschwindigkeit zu verringern und nicht   in Kurven bremsen
  • Ellenbogen nach aussen, zwei Finger an die Bremsen
  • Gewicht nach hinten verlagern um den Grip zu erhöhen Konzentrieren und Lenker festhalten, vorallem bei Asche/Sand und  Löchern/Hindernissen

Die Infos konnten wir auch gut gebrauchen, denn wo es bergauf geht, geht es irgendwann auch wieder bergab und genau da haben wir ordentliche Geschwindkeiten (>40-50km/h) erreicht. Die erste Abfahrt kam näher und die Sträucher an den Seiten zischten immer schneller an mir vorbei. Kleine Steine, Löcher und “Aschepfützen” tauchten in Windeseile auf, der Lenker fängt an zu wackeln – leg ich mich jetzt tatsächlich schon ins Feld? Finden die nächsten Tourer dann meine Knochen hier liegen? Ich halte den Lenker ganz fest – geschafft! So ähnlich ging es fast jede Abfahrt, jede ein Erlebnis für sich. Nach den Abfahrten auf den Stopps stellte sich aber ein immer breiteres Dauergrinsen ein – ich stellte fest: es macht Spass die Berge hoch und runter zu heizen.

Die Stopps nutzte Guide Bernd um uns mit Infos zur Umgebung zu versorgen, z.B. über unerforschte unterirdische Höhlen, wilden Salat, den Weinanbau in dem Gebiet oder einer Geschichte über einen Pastor der Lava zum stoppen brachte. Die Aussicht auf der Tour war stets fantastisch: wir waren bei bestem Wetter umgeben von schwarzen und roten Aschebergen, Vulkankratern und erstarrter Lava. Man könnte auf die Idee kommen wir wären auf dem Mond unterwegs, leider war die Gravitation aber unverändert.

Mein Fazit: Das Mountainbiken hat Spass gemacht, ich habe einiges lernen und erfahren können. Besonders gut haben mir die Geschichte über eine Partyhöhle im Nirgendwo und die Abfahrten gefallen. Was ich nicht so gut fand war die Trägheit nach dem sehr guten spanischen Mittagessen – aber auch das ging vorüber  An dieser Stelle auch nochmal schöne Grüße und ein großes Dankeschön an unseren Guide Bernd!

Text und Bilder: Team guiders

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