Archiv der Kategorie: Wandern

Estland – Ein Paradies für Wanderer

Wandern in freier Natur hat positive Effekte für Gesundheit und psychisches Wohlergehen. Wenn die Natur unbelastet und einen Genuss für die Augen bietet, dann macht eine Wanderung doppelt Spaß. Ein atemberaubendes Fleckchen der Erde, was durch seine unberührte Natur zum Wanderurlaub einlädt, ist der an der Ostseeküste in Nordeuropa gelegene baltische Staat Estland. Die Esten sind für ihre Naturverbundenheit bekannt. Das ist angesichts der dort befindlichen Naturschutzgebiete nicht verwunderlich. weiterlesen

Wanderurlaub in Bayern – diese Strecken musst du kennen!

Erlebe die Vielseitigkeit Bayerns mit den Bayerischen Alpen, dem Schwäbisch-Fränkischen Schichtstufenland, dem ostbayerischen Mittelgebirge und dem Alpenvorland. Ausgiebige Touren lassen mit 40.000 Kilometern markierten Wanderwegen viel Freiraum für kulturelle Entdeckungsreisen. Erschließe mehrtägige Wanderstrecken rund um München, Nürnberg oder Augsburg und lass dich zu traditionellen Genusswanderungen oder Survival-Abenteuern ohne Gepäck und Karte mitreißen. Wanderurlaub in Bayern – diese Strecken musst du kennen! weiterlesen

Schluchtenwanderung Torrent de Pareis auf Mallorca

Torrent de PareisZum Wandern auf Mallorca war es für uns ein MUSS, diese tolle Wanderung durch die Schlucht Torrent de Pareis in unser Mallorca – Programm aufzunehmen.

Wir trafen uns mit unserem Berg-und Wanderführer Dieter um 09:00 am Restaurant Escorca. Das Restaurant liegt an der M10 Richtung zwischen Söller und Escorca bei KM 25,2. Direkt gegenüber vom Restaurant gibt es Parkmöglichkeiten und dort befindet sich auch  der Einstieg.

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Für zwei Monate Freiheit, Spaß und Abenteuer und auch noch 6.000,- € verdienen.

Arbeiten und auch noch Spaß dabei haben. Das findet man in der Hike Society. Die Trekking-Community zahlt 6000 € für Freiheit, Spaß und Abenteuer. Es wird ein Entdecker gesucht der jenseits der bekannten Pfade zwei Monate durch Europas schönste Landschaften streift und seine Eindrücke und Erlebnisse mit der online Community teilt. „Wir wollen echte Erfahrungsberichte“, so Hike Society-Präsident Stephan Köhl und erläutert  damit gleichzeitig das Anforderungsprofil an die Bewerber und das eigentliche Ziel der Aktion. „Wandern liegt längst wieder im Trend. Aber nur mit authentischen Schilderungen erreichen wir die junge Zielgruppe, die sich von weichgespülten Werbebotschaften längst nicht mehr beeindrucken lässt.“ Bewerber können sich bis zum 20. Juni auf der Website von pure-wanderlust bewerben. Nun liegt es in den Händen der Community-Mitgliedern eine Vorauswahl zu treffen. Am 2 Juli wird eine qualifizierte Jury einen Gewinner küren. Für zwei Monate Freiheit, Spaß und Abenteuer und auch noch 6.000,- € verdienen. weiterlesen

Wenn die „High Society“ wieder hinab ins Tal steigt: Die Almabtriebe krönen den Wildschönauer Genussherbst

Geführte Wanderungen, Feste und jede Menge Brauchtum machen Tiroler Tradition erlebbar

The King is back. Der Käse-König Johann Schönauer. Mit langem Bart übrigens, den der preisgekrönte Käser nach einem alten Brauch erst stutzt, sobald der letzte der Bauern, die ihm ihr Vieh anvertraut haben, bezahlt hat. Gefeiert werden er und seine Senner-Kollegen beim Wildschönauer Almabtrieb am 24. September. In der Nacht zuvor, in der so genannten Gru-Nacht, haben die Bergbauern mit Freunden und Familien den Abschied von der Alm gefeiert. Am nächsten Morgen packt die „High Society“ dann ihre Sachen, melkt und schmückt das Vieh und treibt es hinab in die Heimatställe – begleitet von zahlreichen Schaulustigen am Wegesrand. Der Tross aus über 500 Tieren zählt zu den Höhepunkten des Genussherbstes, bei dem die Tal-Bewohner sich selber feiern: ihre lustig-leichte Lebensart, ihre tief verwurzelten Traditionen und nicht zuletzt ihre Bergwelt, mit der sie so behutsam umgehen. Gäste sind hier gern gesehen und werden herzlich in den Kreis der Einheimischen aufgenommen. Erlebbar ist der Genussherbst mit sieben Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Halbpension und Wildschönauer Wanderpass ab 275 Euro pro Person. Wenn die „High Society“ wieder hinab ins Tal steigt: Die Almabtriebe krönen den Wildschönauer Genussherbst weiterlesen

Auf der alten Heerstrasse zu Prometheus – Reisenotizen aus dem georgischen Kaukasus

Vor einer Reise nach Georgien empfiehlt es sich, noch einen schnellen Blick in Gustav Schwabs Sagen des Klassischen Altertums zu werfen, wo der Kaukasus als geschichtsträchtiger Ort beschrieben wird, an dem Jason (und seine Argonauten) sich mit Hilfe Medeas (Tragödie von Euripides) das Goldene Vlies erkämpfte, und Prometheus, einer der Titanen in der griechischen Mythologie, auf Geheiss des Zeus an eine Wand des über 5000 Meter hohen Berg Kazbeg gekettet wurde, weil er den Menschen das Feuer brachte. All das hat sich der Sage nach in Georgien abgespielt, zwischen seiner Schwarzmeer-Küste und dem gewaltigen Bergmassiv, das es gegen Russland und seinen Flickenteppich unruhiger nordkaukasischer Teilstaaten wie Nordossetien, Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien abgrenzt. Das Drama Der Kaukasische Kreisekreis von Berthold Brecht, in dem sich Egoismus und Nächstenliebe gegenüberstehen, mag eine interessante Reiselektuere sein. weiterlesen

Auf dem Rheinsteig durch den Flaschenhals

Geführte Wanderung auf  dem Rheinsteig von Lorch nach Kaub

 

Ein Programmpunkt des Programmhefts  Gästeführungen 2011 „Dem Erbe auf der Spur – unterwegs am Mittelrhein“, der Welterbe – Gästeführer „Oberes Mittelrheintal“

 

Heute wollen wir uns einer geführten Wanderung anschließen, die über den Rheinsteig von Lorch nach Kaub führt. Gleichzeitig befindet sich diese Etappe im Gebiet des ehemaligen historischen „Freistaat Flaschenhals“. So entstand auch der Titel dieser Wanderung: „Auf dem Rheinsteig durch den Flaschenhals“.

Wir erscheinen pünktlich um 10:20 Uhr am Treffpunkt an der Wisperbrücke in Lorch und werden mit weiteren Gästen vom Gästeführer begrüßt, der uns kurz den Tagesablauf vorstellt. Neun Kilometer und ca. 280 Höhenmetern an Aufstiegen, seien heute zu bewältigen. Mit Pausen und Ausführungen des Gästeführers dauert die Wanderung ca. 4, 5 Stunden.

Bild: Historische Ansicht von Bacharach – Lithographie aus:

Caspar Scheuren, Landschaft, Sage, Geschichte und Monumentales der Rhein Provinz, Düsseldorf 1862

… als hätte ein Riese, der sich einen Trödlerladen am Rhein errichten wollte, ein Stück Gebirge als Regal benutzt …[Victor Hugo]

Kurz danach starten wir, innerorts leicht bergan, bis wir am Weiselberg in einen Hohlweg abzweigen, um dann den Aufstieg zur Turmruine „Nollig“ zu wagen. Alles halb so schlimm, sagt uns der Gästeführer, eine kleine Felspassage können wir bequem umgehen, gerade bei feuchtem Wetter könnte dieser Abschnitt etwas rutschig sein. Eine halbe Stunde nach unserem Start sind wir oben angelangt, an einem Rastplatz, unweit der Ruine Nollig, mit herrlichem Blick auf den Rhein und die Stadt Lorch.

Hier nutzt der Gästeführer die Verschnaufpause um seine Erläuterungen über Lorch vorzutragen. Von Kelten, Römern und Alemannen, die hier schon siedelten und von der über 900 – jährigen Geschichte der Stadt, die urkundlich 1085  erstmals als dauerhafte Ansiedlung erwähnt wurde. Von römischen und fränkischen Wachtürmen, von unterirdischen Gängen die zur Flucht und als Versteck dienten, von der Erbauung der Stadtmauer, von HartzIV im 18. Jahrhundert, sowie vom Handel über den Kaufmannsweg und die wirtschaftliche Blüte zur  Zeit der Blaufärber.

Nach ca. 10 Minuten gehen wir weiter. Breite Wirtschaftswege führen uns entlang der Weinberge weiter nach Norden, bis wir nach ca. 20 Minuten unter uns das Rheindörfchen Lorchhausen erkennen, einen kleinen Ort der eingemeindet der Stadt Lorch angeschlossen ist. Lorchhausen hat eine ähnliche geschichtliche Entwicklung wie Lorch und musste ebenfalls als nördlichste, rechtsrheinische Ansiedlung des Kurmainzer Territoriums stark befestigt werden.

Das Retzbachtal, in dem Lorchhausen eingebettet ist, umwandern wir, um dann nach ca. 20 Minuten auf der gegenüberliegenden Seite des Bachtals die Rheinfront wieder zu erreichen. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das linksrheinische Bacharach, die heimliche Hauptstadt der Rheinromantik, mit den gut erhaltenen Resten der Stadtbefestigung und den Fachwerkhäusern im Ortskern. Unser Gästeführer vertröstet uns. Seine  Erläuterungen zu Bacharach würde er liebe ein paar Minuten weiter am Aussichtspunkt der Wirbellay geben, von dort sei der Blick noch herrlicher. Und er hatte recht. Der Aussichtspunkt verleitet uns mal wieder den Fotoapparat auszupacken und zu fotografieren. Die Pfalzgrafen, die auf der Burg Stahleck ihren  Sitz hatten, sorgten für reiche Einnahmen aus den Schifffahrtszöllen. Aber auch das Stapel-und Umschlagsrecht, der Weinhandel und das Münzrecht, brachten das kleine Städtchen im Mittelalter zur wirtschaftlichen Blüte. Beeindruckend, in filigraner Steinmetzkunst stehen die Reste der Wernerkapelle unterhalb der Burg Stahleck. Mit der Sprengung der Burg 1689 durch die Franzosen, zerstörten herabfallende Steine auch zum größten Teil die Wernerkapelle.

Breite Weinbergswege, alle ebenerdig, führen uns zu unserem nächsten Halt im Niedertal, ca. 40 Minuten nach unserem Aufbruch vom Aussichtpunkt „Wirbellay“ Der Rheinsteig hat uns etwas abseits des Rheines geführt, in bewaldetes Gebiet, zu dem fast wasserlosen Bachlauf des Niedertals, das die Grenze zwischen Hessen und Rhein – Land Pfalz bildet. Aber viel markanter diente dieser Bachlauf jahrhunderte lang als Grenze von Kurmainz zur Kurpfalz. Die Galgen des Hochgerichts beider Mächte standen unmittelbar gegenüber und grüßten sich grässlich.

Hier beginnen auch die Erläuterungen zum historischen Freistaat Flaschenhals, der kurioserweise durch einen Rechenfehler entstand. Als die Siegermächte nach dem ersten Weltkrieg das rechtsrheinische Gebiet in Besatzungszonen aufteilte, blieb versehentlich ein Teil unbesetzt, das auf der Landkarte die Form eines Flaschenhalses hatte. Dieses autonome Gebiet bestand von 1919 bis 1923 und betraf ca. 8000 Einwohner. Nicht nur die Gesetzgebung, sondern auch Geld und Pässe, hatten keine Gültigkeit mehr. Züge und Schiffe hielten nicht mehr, Straßen endeten kurzerhand an den Grenzen der besetzten Zonen. Zur Versorgung der Einwohner wurde der Schmuggel zur Hauptaktivität. Die 1994 gegründete Freistaat Flaschenhals Initiative erinnert heute mit vielen Aktivitäten an diese Zeit.

Wir verlassen das Niedertal über einen kurzen steilen Serpentinenpfad, unser letzter Anstieg für heute. Schon wenige Minuten später treffen wir auf eine Baumschneise, die einen herrlichen Blick auf Kaub freigibt. Unser Gästeführer erläutert die Geschichte von Kaub anhand der Burg Gutenfels, der Zollburg Pfalzgrafenstein und dem Schieferbergbau, der hier viele Jahrhunderte hochwertigen Schiefer hervorbrachte. Zuletzt darf natürlich nicht Blüchers Rheinübergang fehlen, ein Ereignis von fast weltpolitischem Ausmaß, welches den Untergang Napoleons bei der Schlacht von Waterloo 1815, nach sich zog.

Nur kurze Zeit später verlassen wir den Rheinsteig – Hauptweg um auf einem Zuweg nachca. 20 Minuten den Bahnhof in Kaub zu erreichen, unserem Etappenziel.

Unser Gästeführer hatte seine Ausführungen mit vielen historischen Bildern aufgewertet, was die ganze Wanderung aufgelockert und interessant gemacht hat. Wir verabschieden uns und nehmen die Erinnerung an einen schönen Tag mit nach Hause.

Tipp:

Ab Mitte Februar liegt das Jahresprogramm: „Gästeführungen 2011“, als gedruckte Broschüre „Dem Erbe auf der Spur – Unterwegs am Mittelrhein“ bei allen Touristinformationen im Welterbegebiet aus. Außerdem kann diese kostenlos im Loreley –Besucherzentrum, Auf der Loreley, 56346 St. Goarshausen, Tel 06771 – 59 90 93 angefordert werden. Für Internetnutzer steht das Jahresprogramm als PDF Datei zum Download unter:

www.gaestefuehrer-mittelrhein.de. zur Verfügung.

Das Jahresprogramm enthält über hundert Programmpunkte unterschiedlicher Schwerpunkte für Führungen im ganzen Welterbegebiet.

Viele interessante geführte Wanderungen und Wanderreisen findet ihr auch auf guiders.de.