Canyoning am Gardasee

Ziel unseres Urlaubs am Gardasee war Spaß, Entspannung und Neues erleben. So haben wir ein wenig überlegt und sind dann auf den Trichter Canyoning gekommen. Ich hatte ehrlich gesagt vorher nicht so wirklich eine Ahnung was es ist, jedoch waren die Beschreibungen dazu sehr vielversprechend. Am Gardasee Canyoning zu finden ist nicht so schwer, es gibt zahlreiche Anbieter. Wir haben uns dann für „Canyon Adventures“ (http://www.canyonadv.com/) entschieden. Gebucht wurde dann die Tour Integrale, welche für Einsteiger auch empfohlen war, jedoch schon etwas höheres Niveau hatte. Ich darf schon einmal vorweg nehmen, dass sich die 65€ wirklich gelohnt haben.

Nach einer gut 30min Fahrt waren wir im Canyon und haben unsere Neoprenanzüge angezogen. Die komplette Ausrüstung wurde natürlich gestellt und war hochwertig.

Nach einer kurzen Einweisung ging es dann auch gleich los. Zuerst gingen wir durch ein seichtes Flussbett um an die ersten Stromschnellen zukommen, in der wir uns treiben ließen und unsere ersten Rutscherfahrungen machten. Man glaubt gar nicht, wie schnell man auf glitschigen Steinen rutschen kann ;). Der Anfang war natürlich erstmal zum warm werden. Kleinere Sprünge und Schwimmpassagen in einem wunderschönen Canyon folgten. Das Wasser war erfrischend, jedoch gewöhnte man sich daran.

Canyoning am Gardasee Nach einiger Zeit kam dann eine etwas größere Rutsche, bei welcher das Ende allerdings nur erahnt werden konnte. Sie führte direkt durch die Stromschnelle und ging gut 10m hinunter. Der Guide erklärte noch schnell auf was man achten musste und schon ging es hinunter. Man musste sich nach dem Untertauchen im Wasser erstmal kurz orientieren und begreifen, dass man da gerade runtergerutscht ist. Von unten sah das noch ein wenig beängstigender aus, aber es war purer Spaß. Und als kleiner Zwischeneinschub, die Sicherheit stand überall und zu jeglicher Zeit an erste Stelle. Die Guides hatten alles unter Kontrolle und zur Not gab es auch für diejenigen, die sich nicht trauten eine Ausweichroute. Zurück zur Tour. Jetzt wurde das Wasser tiefer und der Schwimmanteil wurde höher. Weitere Rutschen schlossen sich an und man kam zu einem Felsvorsprung. Dieser lag gut und gerne 7-8m über dem Wasser. Da das Wasser tief genug war konnte man endlich springen. Es war super.

Es folgte das erste größere Abseilen in zwei Abschnitten, einmal 5m und dann 10m. Es wurde vorher alles erklärt und nach dem Abseilen durch einen Wasserfall befand man sich in einer wunderschönen Grotte.

Im Anschluss an die Grotte konnte man sich noch mal beim Springen austoben und ein erneuter Sprung aus gut 5m brachte unsere Gesichter zum Grinsen. Doch jetzt wurde es ernst. Es standen 50m abseilen mit rutschen auf dem Plan. Man mochte nicht wirklich hinunter schauen, was auch gar nicht ging, da es zu hoch war^^.  Als man jedoch auf der Kante saß wusste man worauf man sich einließ. Der Guide lies einen, in einem doch recht sportlichem Tempo, an den von Wasser benässten Steinen herunterrutschen. War schon ein cooles Gefühl, vor allem, weil man mal den Augenblick und die Aussicht genießen konnte.


Nach knapp 2h befand sich die Tour so langsam an ihrem Ende. Jedoch kam zum Schluss noch eine Überraschung. Wir kamen an eine Art Brücke oder Zufluss und niemand sah, wie es danach weiter ging. Aufgabe war es, einfach zu rennen und zu springen. Was natürlich alle taten, um sich gut 10m tief ins Wasser fallen zu lassen. Das war dann das Ende der erlebnisreichen Tour.

Wir können dieses Ereignis nur weiterempfehlen. Es hat riesigen Spaß gemacht, man hat Neues erlebt und der Herzschlag ging bei einigen Aktionen doch ein wenig schneller 😉

Tolle Canyoning Touren könnt ihr auch direkt online auf guiders.de buchen. Zu den Canyoning Touren:  Canyoning