Canyoning Gruppe im Tessin

Canyoning im Tessin

Das Canyoning im Tessin ist etwas ganz Besonderes: Denn hier, im Mekka des Canyoningsports, gibt es eine Reihe wirklich spektakulärer Schluchten zu entdecken: Im Einsteigercanyon Cugnasco gibt es bereits sportliche Sprünge in tiefe Gumpen, der Einstieg in den Val Grande könnte auch aus einem Herr der Ringe Film stammen und der Iragna ist einfach nur atemberaubend.

Was ist das Besondere am Canyoning im Tessin?   

Der im Tessin hauptsächlich vorkommende Gneisgranit überzeugt aus mehreren Perspektiven. Zuallererst ist er wunderschön anzuschauen: Denn wenn der Stein von der Sonne angestrahlt wird, scheint er fast weiß zu sein. Dazu der Kontrast des grünen aber glasklaren Wassers unserer Gumpen macht die Schluchten zum Augenschmaus. Dann ist der Fels hier über Jahrtausende in einer Weise abgeschliffen worden, die zum Staunen einlädt: Scharfe Kanten gehen Hand in Hand mit ausgewaschenen Wasserläufen: Und das ist natürlich besonders für uns Canyonauten interessant: Denn das Tessin ist bekannt für Speed Rutschen, die es sonst nirgendwo gibt!

Impressionen vom Canyoning im Tessin

Wie viele Schluchten gibt es zu entdecken?

Sehr viele: Das canyon.carto.net zählt in den Tessiner Tälern des Ticini, der Maggia und der Gegend um den Lago Maggio um die 40 Schluchten. Wenn man das mit der Fläche des Allgäu vergleicht, kommen wir hier lediglich auf sieben. Und gerade wegen der schieren Anzahl an Schluchten trifft man äußerst selten auf andere Canyonauten in den Schluchten. Auch eine Situation, von der wir im Allgäu nur träumen können.

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Wenn wir den direkten Weg über den Splügenpass ins Tessin nehmen müssen wir uns in Bellinzona das erste Mal wirklich entscheiden: Rechts abbiegen und die Schluchten des Ticino-Tals unsicher machen oder lieber noch ein Stück weiter geradeaus und die Region des Maggiatals unsicher machen?

Die verschiedenen Levels

Man kann sich das Canyoning im Tessin wie eine übervolle Speisekarte eines Restaurants vorstellen: Viele Gerichte hören sich sehr lecker an, es kann aber unmöglich alles bestellt werden. So auch das Schluchten: Die schiere Anzahl macht es fast unmöglich, eine rationale Entscheidung zu treffen. Aber vielleicht hilft folgender Gedankenanstoß: Eine Vorspeise, einen Hauptgang und einen Nachtisch: Wohl bekomm’s.

Impressionen vom Canyoning im Tessin

Vorspeise des Canyoning im Tessin: Cugnasco

Der Cugnasco ist eine sehr gute Gelegenheit, in’s Canyoning im Tessin hereinzuschnuppern: Denn der Einstieg kann per Auto erreicht werden und die Schlucht ist im weiteren auch für Einsteiger geeignet. Besonders nett ist, dass der Canyon direkt bei einer kleinen Weinbar endet, die sich auch gut im Neopren besuchen läßt.

Hauptgang: Val Grande!

Der Val Grande hat es schon mehr in sich: Der Aufstieg dauert hier mindestens eine Stunde, ist aber zumindest aufschlussreich. Denn zumeist verläuft die Straße neben der Schlucht und von den Brücken läßt sich immer mal wieder in die Schlucht „spickeln“. Denn hier sind bereits Abseiler über 30 Meter zu meistern, danach folgt direkt eine tolle Rutsche und Sprünge bis 18 Meter sind auch möglich. Wow. Auch hier ist am Ausstieg die Osteria Birraria nicht weit, die ausgezeichnetes Steinpilzrisotto zaubern kann.

Nachspeise: Iragna

Wobei diese Schlucht als „Nachtisch“ zu bezeichnen, sicherlich etwas tief gestapelt ist: 50 Meter Abseiler, dauerhaft in einer sehr aquatischen, engen Schlucht unterwegs zu sein und Sprünge, die die Knie zittern lassen. Der Iragna ist Canyoning der Extraklasse. Wer sich für diese 6 Stunden Tour entscheidet, sollte bereits in mehreren Schluchten gewesen sein und wissen, worauf er/sie sich einläßt. Denn hier gibt es über längere Zeit keine Ausstiegsmöglichkeit und der einzige Weg führt nach unten: mitten durch die Felswelt des Tessin.

Alles in allem

Alles in allem ist das Canyoning im Tessin schön, spektakulär und anspruchsvoll. Wobei es auch hier Schluchten gibt, die für größere Gruppen und Familien geeignet sind. Es gibt über alle Schluchten einiges an Film und Videomaterial, sodass jeder weiß, worauf er sich einläßt.