Boote auf Fluß in der sächsischen Schweiz

Aktivurlaub in der Sächsischen Schweiz

Eindrucksvoll ragen die Gipfel des Elbsandsteingebirges aus dem Nationalpark Sächsische Schweiz heraus. Die unterschiedlichsten Landschaftsformen, bestehend aus Felsen, Ebenen, Schluchten, Tafelbergen und Tälern machen das Elbsandsteingebirge zu einem der eindrucksvollsten Gebiete Deutschlands. Es ist nicht verwunderlich, dass die landschaftliche Vielfalt viele Urlauber in die Sächsische Schweiz lockt. Die nahezu unberührte Natur ist nicht nur bei Wanderern, sondern auch bei Kletterern sehr beliebt. Immerhin gilt der Nationalpark als Geburtsstätte des Freeclimbings. Rund 1.100 freistehende Sandsteinfelsen sorgen für ausreichend Abwechslung. Die verschiedenen Routen decken dabei jeden Schwierigkeitsgrad ab. Hier suchen Amateure wie Profis den Kick oder einfach nur die etwas andere Auszeit  vom Alltagsstress. Raus aus der Ferienwohnung in Bad Schandau und rauf auf die Schrammsteine erwarten den ambitionierten Kletterer lange und anspruchsvolle Wege, die zumeist alle Techniken erfordern. Mit Riss- und Reibungskletterei geht es zum bedeutendsten Klettergipfel in der Sächsischen Schweiz, dem Falkenstein.

Schon lange wird in der Sächsischen Schweiz geklettert. Die Früherschließung des Elbsandsteingebirges kann bis in zum Ende des 18. Jahrhunderts zurückgeführt werden. Damals wurden die Besteigungen der Gipfel noch mit künstlichen Hilfsmitteln unternommen. Diese Art des Kletterns prägte diese Gegend bis die Ära des Freeclimbings in der Sächsischen Schweiz anbrach. Bereits im 19. Jahrhundert wurden hier Gipfel ohne jegliche Hilfsmittel erklommen. Dies führte dazu, dass besondere Regeln aufgestellt und dokumentiert wurden. Seit der Aufstellung der „Sächsischen Kletterregeln“ aus dem Jahre 1910 – die heute weitgehend unverändert gelten – steht fest, dass Gipfel nur mit dem „Verzicht auf künstliche Hilfsmittel zur Überwindung der Schwerkraft“ erklommen werden dürfen.  Zwar dürfen Seile, Haken oder Karabiner verwendet werden, jedoch lediglich zur Sicherung und nicht zur Fortbewegung am Fels. Diese Regel ging um die ganze Welt und viele weitere Nationen adaptierten die Idee vom Freeclimbing. Heute findet man in vielen Teilen der Erde Gebirge mit Freeclimbing-Routen.

Als Geburtsstätte des Freeclimbings bleibt das Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz ein stets beliebtes Ziel für Kletterer. Anfänglich wurde hier die einfache Kaminkletterei betrieben, wodurch dieses Gebiet bereits ein für Klettersportler interessantes Ziel wurde. Schnell kamen Klettertechniken wie die Riss- und Wandkletterei hinzu, die es ermöglichten, durch neue Wege unberührte Gipfel zu besteigen. Neue Klettertechniken und verbesserte Sicherungsmethoden sorgten schließlich für die Resterschließung dieses Gebietes. Somit ist es heute möglich eine Vielzahl an Kletterrouten zu wählen, um die rund 1.100 Gipfel des Elbsandsteingebirges zu besteigen. Da die Vielzahl an Schwierigkeitsgraden eine große Zielgruppe anspricht, ist die Sächsische Schweiz stets ein gefragtes Klettergebiet für Sportler verschiedenster Nationen.